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Was ist das Internet?

letzte Änderung 6.8.2004

Die Definition

Das Internet ist die Gesamtheit aller weltweit zusammengeschlossenen Computer -Netzwerke, die nach einem standardisierten Verfahren miteinander kommunizieren. Dazu gehören einerseits die dauernd über Standleitungen verbundenen Knotenrechner und Server, von denen diejenigen, die die „Hauptverkehrs- strecken" und überregionalen Verbindungen darstellen, auch Backbones (Rückgrat) genannt werden. Andererseits sind auch die Computer der Internet- nutzer, die nur zeitweise, meist über Telefonleitungen verbunden sind, Teil des Internet. Insgesamt waren es Ende 2000  94.265.900 ständig verbundener und mehr als 380 Millionen (2002 580) zeitweise angeschlossene Computer (Internetzugänge); dies bei Zuwachsraten von über 30 Prozent pro Jahr in den letzten Jahren.

Das ständige Netz

Zum ständigen Netz gehören neben den Rechnern der Netzdienste und Provider (Zugangsanbieter) auch Computer von Universitäten, Behörden und sonstigen öffentlichen Einrichtungen, aber auch solche von mittleren und größeren Unternehmen. Der rasche technische Fortschritt und der Preisverfall in der Telekommunikation führt immer mehr dazu, dass sich auch ganz kleine Organisationseinheiten einen Internetserver leisten. Voraussetzung ist dabei neben bestimmter Hard- und Software eine Standleitung, die in verschiedenen Bandbreiten (Übertragungsraten) von der Post gemietet werden kann. Es fällt dann keine Zeitgebühr mehr an. Der große Vorteil liegt darin, dass rund um die Uhr von jedem Punkt der Welt per Festnetz-, Mobil oder Satelitentelefon auf die Daten auf dem Server zugegriffen werden kann und auch Daten übermittelt werden können. Dies kann eine elektronische Nachricht (E-Mail) sein, ein Bild oder ein Artikel, eine Bestellung oder einfach eine Suchanfrage an eine Datenbank.

Die temporär angeschlossenen Computer

Der gewöhnliche Internetnutzer stellt die Verbindung zum Internet mit dem PC über ein Modem und die normale Telefonleitung her. Er ist dabei aber nicht nur einseitig Konsument, sondern er kann mit jedem Computer im Internet kommunizieren. Sobald der Browser, das zentrale Programm zur Nutzung des Internet, gestartet wird, stellt der Computer automatisch über das Modem und die Telefonleitung eine Verbindung zum Internet-Provider her. Dort befindet sich ein Server, der direkt über eine mehr oder minder leistungsfähige Standleitung an das Internet angeschlossen ist und auf der anderen Seite über viele Modems den Kunden möglichst gleichzeitigen Zugang ermöglicht.

Sobald die Verbindung hergestellt ist, fordert der Browser vom Server die ersten Daten an. Meistens ist das die Homepage des Providers, auf der verschiedenartigste Nachrichten und Hinweise zusammengestellt sein können, und wo sich vor allem die Links auf die weiteren Seiten befinden. Je aufwendiger eine solche Seite gestaltet ist, desto mehr Speicher benötigt sie und desto länger benötigt die Übertragung auf den Computer und die Anzeige auf dem Bildschirm des Internetnutzers. Es wird daher bei der Publikation im Internet sehr viel Wert darauf gelegt, dass die darzustellenden Seiten möglichst wenig Speicher belegen. Das ist aber insbesondere bei Bildern und Grafiken ein Problem, weil eine Speicherreduzierung automatisch mit einem Qualitätsverlust verbunden ist. Eine Webseite ist daher immer ein Kompromiss zwischen Darstellungsqualität und Übertragungszeit. Dieses Problem wird etwas gemildert durch die technische Entwicklung bei den Modems, deren Geschwindigkeit sich in den letzten drei Jahren verdreifacht hat. Außerdem finden die sogenannten Breitband-Zugänge wie Kabel oder ADSL eine immer größere Verbreitung.

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